14.04.2016

Keine eigenen Lösungen, aber meckern


Paul Ziemak, Vorsitzender der JU Deutschland, löste mit seiner Forderung, dass Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln, einen Sturm der Entrüstung aus. „Schuften bis zum Tod“ (Jan Korte, Die Linke), Alt gegen Jung wird ausgespielt (Marie-Agnes Strack-Zimmermann, FDP) und SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel ließ verlauten, dass JU-Funktionäre selbst erst mal lange Jahre arbeiten sollten, bevor sie eine solche Forderung stellen dürften. Fehlender Respekt und mangelnde Lebenserfahrung seien der Grund, für diese Forderung. Eines haben diese Aussagen allerdings gemeinsam: Ihnen fehlt es an substanziellem Inhalt! Anstatt gegen jeden Vorschlag, der eventuelle Wähler abschrecken lassen könnte, ein Bombardement zu starten, wären konstruktive Lösungsvorschläge oder Bereitschaft zur Diskussion angemessen. Paul Ziemaks Vorstoß bringt den nötigen frischen Wind in den ewigen Streit der Rentenpolitik!

Wir als JU Kreisverband Alb-Donau/Ulm befürworten diesen Vorstoß, wollen diesem aber nicht in allen Punkten folgen:

Die Junge Union Alb-Donau/Ulm fordert ein flexibles Renteneintrittsalter! Ein Automatismus, der den Renteneintritt immer weiter in die späteren Lebensjahre verlegt, ist unserer Meinung nach keine sinnvolle Lösung. Was wir in Deutschland brauchen, ist die Möglichkeit, dass, wer länger arbeiten möchte, dies auch tun kann und dabei steuerlich begünstigt wird. So kann jeder Bürger entscheiden, ob er sich noch fit und gesund fühlt, seinen Beruf länger auszuüben!

Gleichzeit muss sich aber ebenfalls private Altersvorsorge wieder lohnen. Wir fordern daher die Politik auf, notwendige Schritte in die Wege zu leiten, die wieder Anreize schafft, privat vorzusorgen!

Kein Beruf gleicht dem anderen und stellt daher unterschiedliche Ansprüche an die Arbeitnehmer. Genau diese Ansprüche fordern unterschiedliche Tribute an Geist und Körper. Mit unseren Forderungen tragen wir diesen Tributen Rechnung und zollen Respekt gegenüber jahrzehntelanger Arbeit!

Wir verstecken uns nicht hinter dem Gemecker der Anderen, sondern bieten konstruktive Lösungsvorschläge und signalisieren Diskussionsbereitschaft!

Die Junge Union Alb-Donau/Ulm möchte, dass man auch in Zukunft sagen kann: „Die Rente ist sicher!“


© Junge Union Kreisverband Alb-Donau-Ulm